Bangkok, Südthailand und Siem Reap auf eigene Faust

Ich melde mich zurück mit einem kleinen Reisebericht über Bangkok, Südthailand und Siem Reap (Kambodscha). Wir waren auf eigene Faust unterwegs und haben alles komplett selbst organisiert, da wir uns offen lassen wollten, wie lange wir wo bleiben. Gerne möchte ich Euch erzählen, wie es uns dabei ergangen ist.

Flug

Wir haben unsere Flug von Frankfurt nach Bangkok via Bahrain mit Gulf Air gebucht, da er trotz Hochsaison unschlagbar günstig war (480 Euro für hin und zurück). Unser Flug wurde im Vorfeld 4x verschoben (immer um einige Stunden), was sehr nervig war und uns verunsichert hat. Am Ende des Tages wurde unsere sehr lange Aufenthaltszeit in Bahrain verkürzt, sodass es von Vorteil war. Gulf Air hat uns alles in allem überzeugt: das Essen und der Service waren wirklich sehr gut, die Maschine immer pünktlich.

Bangkok

Wir haben drei Tage in Bangkok verbracht und würden im Nachhinein sagen, dass 2 komplett ausreichen würden. Letzten Endes ist Bangkok ein weiteres Moloch mit schlechter Luft. Kulturell sehenswert ist die große Tempelanlage. Darüber hinaus lohnt es sich, einen Cocktail in der Bar des Lebua Hotels einzunehmen. Wenn wir ehrlich sind, dann war es das auch schon, was die Sehenswürdigkeiten angeht. Wir haben uns häufig im Viertel rund um die Khaosan Road rumgetrieben, wo sehr viele Traveller sind, nette Bars (z.B. Madame Masur) und Massagesalons. Das Viertel überzeugt aber weniger durch authentische Einblicke in das Thai-Leben. Ebenfalls nett ist eine Bootsfahrt über den Fluss. Für alle Damen: Toll shoppen lässt sich in Little India. Ich habe einen süßen Laden entdeckt, in dem es tolle Ethnoketten und Sandalen für wenige Euro gab. Ansonsten gibt es viele Einkaufszentren, die wir aber nicht aufgesucht haben. Übernachtet haben wir im Hostel @Hua Lamphong, was direkt am Bahnhof gelegen ist und ein super Preis-Leistungsverhältnis bietet.

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Don´ts

Mir ist es schleierhaft, wie selbst im Loose-Reiseführer der Patpong Night Market empfohlen werden kann. Bitte nicht hingehen. Es handelt sich hierbei um eine Sexmeile sondergleichen, verziert mit doofen Touriständen, an denen nur Mist verkauft wird.

Festpreise in Taxis

Bitte niemals auf Festpreise mit Taxifahrern einlassen. In Bangkok hat grundsätzlich jedes Taxi ein Taximeter, die Fahrer wollen es nur nicht benutzen, sondern handeln lieber 5x so hohe Festpreise aus. Es ist sehr nervenaufreibend, weil wir zum Teil 10 Taxis anhalten mussten, bis ein Taxifahrer bereit war, uns auf dem ja eigentlich einzig legalen Wege mitzunehmen.

Floating Market

Bitte fahrt nicht nach Damnoen Saduak. Dieser Floating Market wird in allen Reiseführern beworben, dabei handelt es sich um eine Tourifalle sondergleichen. Die Fahrt im Bus dauert pro Strecke rund 1,5 Stunden. Dort verschwitzt angekommen, wird man von Thais begrüßt, die sündhaft teuere Tickets verkaufen. Als nächstes wird man mit einem motorisierten (schrecklich laut!) Longtail-Boot durch die Kanäle gefahren und kann bei den lokalen Händlern Früchte und allerlei andere Leckereien kaufen (die gibt es aber eh überall). Schlimm sind die ganzen Tourishops, an denen die Boote halten. Man kommt sich einfach nur verarscht vor. Besser ist vielleicht der Amphawa Floating Market, dort waren wir aber nicht.

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Bangkok nach Surat Thani

Eine richtig gute Entscheidung war es, bereits in Deutschland das Zugticket, 1. Klasse, für den Nachtzug von Bangkok nach Surat Thani im Süden zu buchen. Es hat pro Person 30 Euro gekostet. Dafür bekommt man ein Einzelabteil für 2 Personen mit Betten und super Service. Leider hat die thailändische Eisenbahn während wir vor Ort waren  - man mag es gar nicht glauben – das Online Booking wieder eingestellt. Angeblich, weil Banden immer alle Tickets aufgekauft und für mehr Geld verkauft hatten. Surat Thani ist eine Durchgangsstadt, hier sollte man auf keinen Fall länger bleiben. Wir haben uns zum Flughafen fahren lassen, wo wir unser Mietauto (Avis, ca. 150 Euro für eine Woche) abholten.

Surat Thani – Khao Sok – Khao Lak – Phang Nga

Die Zeit mit dem eigenen Auto haben wir als die schönste empfunden, da wir nicht abhängig waren und immer entscheiden konnten, wie lange wir an einem Ort bleiben. Insgesamt kann man wirklich sehr gut selber mit dem Auto fahren. Die Straßen sind in einem besseren Zustand als in NRW, nur der Verkehr ist sehr heftig.

Unser erste Station war der Khao Sok National Park. Die Landschaft ist hier wirklich wunderschön. Überall stehen grün bewachsene, spitze Berge und Palmenhaine bis das Auge reicht. Wir haben auch eine Wanderung durch den Park gemacht, allerdings haben wir leider kein einziges Tier gesehen, was etwas enttäuschend war, es soll dort aber auch freilebende Elephanten geben. Übernachtet haben wir in einer Bambushütte mitten im Urwald mit offenem Badezimmer. Traumhaft! Wichtig: immer mit Anti-Mücken-Zeug eincremen, sonst wird man seines Lebens nicht mehr froh. Im Übrigen hat der Ort – wir waren außerhalb – auch tolle Übernachtungsmöglichkeiten in Form von Baumhäusern zu bieten!

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Unser Ausblick von der Hütte…

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Von Khao Sok aus sind wir an die Westküste nach Khao Lak gefahren, ein Ort, der in den Medien nach dem Tsunami Bekanntheit erlangt hat. Obwohl wir dort eigentlich länger bleiben wollten, sind wir nach ein paar Stunden weitergefahren, da es sich lediglich um sehr lange, schöne Strände mit Hotels handelt – war uns ein wenig zu langweilig. Von dort aus sind wir weiter bis nach Phang Nga gefahren, einem netten Ort im Landesinneren.

Phang Nga

Phang Nga ist der Ausgangsort für alle Ausflüge in die Phang Nga Bucht und auf die kleinen Inseln. Wir haben im Hotel Phang Nga Inn übernachtet – sehr zu empfehlen. Der Ort hat nicht allzu  viel zu bieten, außer ein paar Affenhöhlen. Wir haben zufällig noch einen Markt entdeckt, auf dem viele Einheimische einkaufen. Das war absolut eindrucksvoll. Wer gerne halbe Hühner sehen möchte, in denen sich noch die Eier befinden, oder getrockneten Fisch und Chilis, der ist hier richtig. Hier bekommt man einen grandiosen Eindruck von der exzellenten Thaiküche – frische Kräuter überall.

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Die Besitzer des Phang Nga Inn haben uns einen tollen Tipp für ein Restaurant gegeben, dessen Namen ich leider nicht mehr weiß. Es lag am Fluss in Phang Nga und wir konnten in kleinen Holzhütten essen. Fantastische Küche!

Am nächsten Tag haben wir den üblichen Ausflug in die Phang Nga Bucht und zum James Bond Felsen gemacht. Landschaftlich wirklich eindrucksvoll. Auch wenn wir natürlich selbst Teil des Systems waren, ist es schade, dass an jeder schönen Stelle, bereits 30 weitere Boote waren. Sowieso ist dies ein Punkt, der mich in Thailand sehr enttäuscht hat. Wir waren nicht auf den typischen Touripfaden unterwegs und dennoch haben wir oftmals die wirklich einsamen Plätze vermisst (gibt es sie vielleicht gar nicht mehr?).

Don´t

So schön es sich anhört, bitte niemals bei dem muslimischen Fischerdorf, das sich mitten im Meer befindet, halt machen. Man fragt sich: wer war zuerst da? Die Touris oder die Thais? Jedenfalls ist es heute so, dass die Thais, die dort leben, von den Touris leben. Authentisch ist dort gar nichts mehr.

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Nach einem sehr netten Schnorchelausflug am darauffolgenden Tag (auch wenn ich schon schönere Schnorchelgebiete kennen gelernt habe), fuhren wir weiter bis nach Krabi, von wo aus die Boote typischerweise nach Ko Phi Phi (haben wir uns gespart, soll zu überlaufen sein) und zu den anderen Insel losfahren. Krabi hat uns sehr gut gefallen. Wir haben auf der ganzen Reise nie so gut gegessen wir auf dem Night Market am Pier, der gleichwohl von Einheimischen als auch von Touristen besucht wird. Als Ausflugsziel haben wir uns für Ko Hong entschieden, angeblich eine der schönsten Inseln. Das stimmt so auch, allerdings muss man auch hier immer wissen, dass man zeitgleich mit 500 weiteren Personen vor Ort ist. Auf Ko Hong sind beim Tsunami rund 30 Menschen ums Leben gekommen. Zerstörte Boote, die ins Inland gedrängt worden waren, sind dort immer noch zu sehen.

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Nach Krabi haben wir uns dafür entschieden, zurück zur Ostküste auf die Insel Ko Phangan überzusetzen. Leider mussten wir über Surat Thani zurück, um das Auto abzugeben. Dort wurde unser Blut wieder leicht in Wallung gebracht, als unsere am Flughafen erworbenen Bustickets, die uns zum Pier bringen sollten, auf einmal nicht mehr gültig sein sollten. Wieder einmal eine Situation, in der wir fast geplatzt wären. Erst nachdem ich einen Aufstand angezettelt habe, kam der eigentlich gebuchte Transporter dann doch vorbei.

Ko Phangan – Ko Samui

Ursprünglich wollten wir nur nach Ko Phangan, die Nachbarinsel von Ko Samui. Leider hatten wir nicht bedacht, dass wir genau zur Zeit des Full Moon Festivals dort ankommen. Wir haben leider nur ein Zimmer für eine Nacht gefunden, weshalb wir am nächsten Tag mit der Fähre doch nach Ko Samui übersetzen mussten. Wer zur Full Moon Party fährt oder zur gleichen Zeit dort ist, sollte definitiv weit im Voraus eine Unterkunft buchen. In den anderen Orten war eine spontane Buchung trotz Hochsaison meist noch möglich. Auf  Ko Samui waren wir zum ersten Mal auf der ganzen Reise drei Tage an einem Ort. Absolut empfehlenswert war unser Hotel, das Bo Phut Resort und Spa. Ko Samui ist definitiv nichts für die kleine Geldtasche, hier ist alles deutlich teurer als im restlichen Land.

Ko Samui – Bangkok – Siem Reap

Auf Ko Samui haben wir uns spontan dazu entschlossen, nach Kambodscha, speziell Siem Reap zu fliegen (wer weiß, ob man nochmal hinkommt..). Leider konnten wir nicht direkt von Ko Samui fliegen, was sehr komfortabel wäre, sondern mussten mit dem Nachtzug (dieses Mal 2. Klasse, nicht zu empfehlen) über Surat Thani und Bangkok Flughafen fahren.

Siem Reap

Siem Reap ist eine Flugstunde von Bangkok entfernt. Das Visum kann vor Ort am Flughafen erworben werden, Passbilder sollte man jedoch dabei haben. Für uns war Siem Reap das Highlight der gesamten Reise. Wir kamen abends an und in der Stadt war Stromausfall. Alle Menschen saßen bei Kerzenschein in ihren Häusern uns an der Straße, während unser Tuk Tuk Fahrer uns zum Hotel fuhr (sehr empfehlenswert: Petit Villa Boutique & Spa). Von dort aus haben wir am nächsten Tag Angkor Wat und die umliegenden Tempel besichtigt. Es ist wirklich beeindruckend und auch noch einmal deutlich anders als die Tempel in Thailand. Wunderschön ist auch die Waldanlage, in der die Tempel stehen. Theoretisch kann man auch alles mit dem Fahrrad erkunden, uns war es jedoch zu heiß. Sowieso kann man es in Siem Reap gut drei Tage aushalten. Wir haben uns an den Abenden einfach durch die Stadt treiben lassen und auf dem Markt geshoppt. Übrigens kann man hier meiner Meinung nach besser einkaufen als in Thailand. Alles in allem hat Kambodscha auf uns den Eindruck gemacht, dass Thailand vermutlich vor Jahren mal genau so war: weniger überlaufen, weniger verbraucht und sehr freundlich. Wir waren sehr begeistert.

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Da unser Rückflug wieder von Bangkok aus losging, waren wir “gezwungen”, dort noch einmal 1,5 Tage zu verbringen. Ich habe mich kurzfristig für einen Kochkurs bei der Silom Thai Cooking School entschlossen, der 4 Stunden dauerte. Es war absolut grandios. Erst ging es über einen Markt, wo uns die typisch thailändischen Kräuter erklärt wurden und dann in die Kochschule, wo wir 6 Gerichte zubereitet haben (ich weiß jetzt auch, wie man Kokosmilch selbst macht oder Curry Paste). Ein Satz der Lehrerin beschreibt sehr gut, wie aufwendig die Zubereitung ist: Thai food takes long preparation but short cooking.

Am nächsten Tag ging es zurück in die Heimat. Alles in allem war es eine tolle Reise, die viel Raum für Entspannung bot, weil wir sehr viele neue Eindrücke gewonnen haben und gar keine Zeit hatten, an irgend etwas anderes zu denken. Den Norden haben wir gar nicht gesehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass er auch eine Reise wert ist.

Landhotel Moarwirt: Dahoam in Bayern

Vor kurzem hatte ich aus Jobgründen die Gelegenheit, ein sehr schönes Hotel kennen zu lernen, das ich privat wohl niemals gebucht hätte, weil es mich im Urlaub (leider) viel zu selten in Deutschland hält: das Landhotel Moarwirt. Es befindet sich ca. 100 km vom Münchner Flughafen entfernt in einem kleinen Ort namens Hechenberg – unweit von Bad Tölz. Die Einrichtung lässt sich wohl am besten mit modern-rustikal bezeichnen, was super in die Umgebung passt. Gebucht wird es wohl gerne von Wanderern, die in der Gegend Urlaub machen. Wer die Stille liebt und sucht, der ist hier genau richtig!

Eindruck macht das Hotel durch seine vielen liebevollen Details, zum Beispiel den Zimmerschlüssel, der an einer Kuhglocke hängt oder die superschön gedeckten Tische, die den Speiseraum zu einem echt bayrischen Erlebnis machen. Apropos Speisen: die Küche des Hotels ist absolut fantastisch. Viele Zutaten werden im hauseigenen Garten angebaut – und das schmeckt man. Im Übrigen verkaufen die Inhaber zum Beispiel Holunderblütensirup und Säfte aus eigener Produktion, die allesamt so schön verpackt sind, das sie sich perfekt als Geschenk für Familie und Freunde eignen. Das Personal war total freundlich und in Tracht gekleidet, was mich abermals darin bestätigt hat, mir vielleicht doch mal ein Dirndl zuzulegen. Es sah einfach schön aus.

Beim Essen mit dabei waren des Öfteren auch die hauseigene Katzen und Hunde. Im Übrigen ist der Moarwirt von einem riesigen Biergarten umgeben, im Sommer ist hier garantiert viel los. Ich kann dieses süße, kleine Hotel für einen kurzen Erholungstrip absolut empfehlen…

Getestet: Neue Hyaluron-Produkte für das Gesicht

Ich bin ein Fan von Hyaluron(säure) zur Anwendung im Gesicht. Vor einiger Zeit berichtete ich bereits über Viscontour Serum von Sanofi Aventis, ein reines Hyaluron-Produkt zur Faltenglättung. Hyaluron kommt als natürlicher Bestandteil im menschlichen Körper vor und wird für das Vermögen, Feuchtigkeit zu binden,  in der Anti-Aging Medizin geschätzt.

Bei den skalpelllosen Faltenbehandlungen wird Hyaluron zur Auffüllung bereits vorhandener Falten in die Haut eingebracht und füllt die Falte auf. Hyaluron in Cremes hat zwar nicht den gleichen Effekt – auch wenn die Kosmetikkonzerne dies behaupten -, für alle, die keine Faltenbehandlung wünschen, sind sie jedoch eine Option.

Nun habe ich das Hyaluron Booster Gel und den Hyaluron Turbo Booster der Firma Hya 24 getestet. Beide Produkte enthalten geliges, durchsichtiges Hyaluron, das im Gegensatz zu Viscontour weniger davonfließt. Den typischen Wow-Effekt gibt es auch hier: das Gel zieht unheimlich schnell ein und fettet nicht. Der Roller, der sich zum Über-das-Gesicht-Streichen eignet, hat zudem noch einen schönen Kühleffekt. Beide Produkte sind absolut geruchsneutral und enthalten keine schädlichen Inhaltsstoffe. Die Haut wirkt sofort glatt und straff, von daher von mir eine sehr gute Bewertung. Die Produkte aus deutscher Herstellung sind allerdings nicht ganz günstig: das Gel kostet 59, der Roller 19,90 Euro. Da jedoch bereits eine kleine Menge ausreicht, sind sie sehr ergiebig. Ich werde sie in den nächsten Wochen weiterhin fleißig anwenden und berichten, wie es meiner Haut erging.

Aldiana Makadi Bay: Lieber auf dem Wasser als im Hotel

Die Menschen, die mich kennen, wissen, dass ich schöne Dinge und Umgebungen liebe und dafür auch gerne mal den ein oder anderen Euro investiere. Als ich im September spontan eine Woche Urlaub plante und wir uns aufgrund des knappen Angebotes für eine Woche im Aldiana Club Makadi Bay entschieden, ging ich eigentlich davon aus, dass wir das bekommen würden, was wir erwartet hatten: Eine sehr schöne Hotelanlage, sehr gutes Essen, freundliches Personal und ein super Sportangebot, eben all das, was man zumindest bei Robinson erwarten kann (vor einem Jahr hätte ich auch noch “Aldiana” dazugeschrieben, da meine früheren Erfahrungen mit Aldiana Clubs durchaus positiv waren).

Ich möchte kurz zusammenfassen, warum dieser Aldiana Club leider so gar nicht hält, was er verspricht (was aber nicht bedeutet, dass wir einen schlechten Urlaub hatten).

1)  Die Anlage erweckt den Eindruck, lediglich aus Beton zu bestehen, aus ganz viel Beton. Ich weiß, dass es in Ägypten aufgrund der Wetterbedingungen sehr schwierig ist, eine grüne Oase aus dem Nichts zu zaubern, aber die kläglichen Versuche, dies zu tun, sind auf der Anlage misslungen.

2) Das Mobiliar: An der Strandbar durften wir uns in den ersten 3 Tagen unseres Aufenthalts unsere Hintern auf Kunstflechtstühlen wundsitzen, weil keine Auflagen vorhanden waren! Erst am 4. Tag wurden diese – vielleicht auch aufgrund von Anmerkungen anderer Gäste – nachgelegt. Apropos Strandbar: Die Tische und Stühle waren derartig abgewetzt und abgenutzt, dass sie genauso gut in einer billigen Ballermann-Strandkneipe hätten stehen können. Und nun das ekligste Detail: Im Hauptrestaurant bestand das Problem, dass ab und zu Vögel hineinfliegen. Ich habe ja Verständnis dafür, dass sich das nicht immer vermeiden lässt, aber wofür ich kein Verständnis habe, ist, dass wir zum Teil vor Stühlen mit getrocknetem Vogelkot standen und nicht wussten, wo wir uns hinsetzen sollten! Im Restaurant! Auf eine freundliche Anmerkung meinerseits gegenüber dem Personal wurde leider auch nur mit einem stummen Schulterzucken reagiert, eine Beseitigung des Problems konnte ich bis zum Ende des Urlaubs nicht feststellen.

3) Die Zimmer: Alles in allem okay. Dennoch verstehe ich nicht, warum dem Personal nicht auffällt, dass einige Glühlampen nicht funktionierten

4) der Strand: langweilig! Leider hat man nur Sicht auf die andere Seite der Bucht und nicht auf das freie Meer. Permanent auf andere Hotels zu blicken, finde ich nicht so entspannend. Aber gut, es heißt ja auch Makadi BAY.

5) das Essen: Insgesamt wirklich sehr gut! Nicht auf einem ganz so hohen Niveau wie Robinson, aber jeden Tag gab es eine tolle Auswahl an frischem Fleisch und Fisch und unterschiedlichen internationalen Spezialitäten. Vermisst habe ich die für Robinson typischen Fruchtsäfe (frisch!) und Milchshakes. Absolut niveaulos waren jedoch die Cocktails (All-inclusive), die uns zudem in Plastikbechern serviert wurden. Es muss schon etwas heißen, wenn man im Urlaub keine Lust hat, einen Cocktail zu trinken.

6) das Sportprogramm: Von Robinson kenne ich ein wirklich umfangreiches Sportangebot mit sehr guten Trainern. Leider war das Angebot im Makadi Bay nicht sehr abwechslungsreich, meistens fanden an jedem Tag die gleichen Kurse statt – und das alles unter einem Zeltdach, wo sich die Hitze nur so staute. Die Trainer waren jedoch sehr nett und kompetent. Weil wir von Makadi Bay so enttäuscht waren, habe ich mich dann kurzfristig dazu entschlossen einen Kitesurfing Kurs in der Kite-Schule, die sich neben dem Club befindet, zu buchen. Das war die beste Entscheidung. Wir waren so fast den ganzen Tag auf dem offenen Meer und nur zu den Mahlzeiten wieder im Club. Die Surfschule heißt Surf Motion, sie ist VDWS zertifiziert und wirklich zu empfehlen. Wer ein bisschen Lust hat, Adrenalin-Feeling zu verspüren, dem empfehle ich auch das Kiten :-)

7) Umgang mit den Gästen: Diesen Punkt finde ich beim Aldiana Club Makadi Bay besonders erwähnenswert. Wir kamen sehr erschöpft im Club an und fanden ihn auf den ersten Blick so wenig schön, dass wir beinahe vorhatten, vorzeitig wieder abzureisen. Als wir an die Rezeption gingen, wurde uns nicht freundlich entgegen gekommen, sondern mit Unverständnis begegnet. Es wurde uns nicht ein einziges Mal signalisiert, dass man Interesse daran hat, zu erfahren, warum wir unzufrieden sind. Wir haben auch bis zum Ende der Reise den Clubchef nie gesehen, sodass uns der Club insgesamt irgendwie auch führungslos vorkam, da war kein Flair! Alle Gäste, mit denen wir uns unterhalten haben, waren uni sono der Meinung, dass Makadi Bay der schlechteste Aldiana Club ist, in dem sie jemals waren. Der Meinung muss ich mich leider anschließen. Das ägyptische Personal war wirklich sehr freundlich, aber die Führung des Clubs läuft meiner Meinung nach komplett aus dem Ruder.

Aldiana ist für mich ab jetzt definitiv keine Alternative mehr zu Robinson. Die Reise war genauso teuer wie der Robinson Urlaub im Juni, aber vom Niveau her einfach deutlich schlechter. Dabei war ich schon in Aldiana Clubs (Türkei, Spanien), die sehr gut waren. Diese Erfahrung hat uns hinsichtlich der Marke Aldiana jedoch so stark verunsichert, dass wir definitiv nicht mehr in einen Aldiana Club fahren werden.

Boutique Klaas: Shopping in Bochum für Modefans

Auch wenn ich mitunter nur noch selten nach Bochum fahre, tue ich dies oft in Verbindung mit einem kleinen Shopping-Rundgang durch die Bochumer Innenstadt. Diese hat sich meiner Meinung nach – zumindest in einigen Ecken – zum positiven hin verändert. Wer nach klassischen Teilen sucht, der wird von Jahr zu Jahr besser bei Baltz (auf extremem Expansionskurs) fündig. Liebhaber etwas extravaganterer Stücke sollten zu Klaas in der Luisenstraße 9-13 gehen. Die Inhaber – Gebrüder Klaas – führten zuvor viele Jahre lang den Laden Prego, nur wenige Meter entfernt. Mit der neuen, deutlich größeren Ladenfläche unter dem Namen Klaas, die sich unweit des Livingrooms, eines schönen Weinladens und vieler weiterer Ladenlokale befindet, wurde eine noch bessere Lage erreicht.

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Zugegeben. Für einen Einkauf bei Klaas muss Frau etwas tiefer ins Portemonnaie greifen, aber es lohnt sich. Der Laden wartet mit schönen Teilen von Patrizia Pepe (perfekt für große Frauen), Jeans von Seven etc., coolen Shirts von Wildfox, superschön geschnittenen Blusen von Aglini, Schuhen von Ash etc. auf. Und dies alles in puristisch weißer Atmosphäre präsentiert. Als mittlerweile eingefleischte Essenerin muss ich zugeben, dass ich einen vergleichbaren Shop in Essen – allenfalls Hanim – nicht kenne.

Mein letzter Besuch endete mit dem Erwerb eines wunderschönen Wollkleides für den Herbst/Winter von Patrizia Pepe, das ich heute einweihen werde.

Einziges Manko von Klaas: die fehlende Internetseite. Auf der Visitenkarte ist zwar http://www.byklaas.de angegeben, sie lässt sich aber nur mit Zugang und Passwort öffnen. Vielleicht ist sie ja noch under construction.

Klaas, Luisenstaße 9-13, 44787 Bochum