Um dem Karneval zu entfliehen und die Heimat meines Freundes kennen zu lernen, machten wir uns letztes Wochenende auf den Weg nach Heidelberg – mir bis dato nur als Studentenstadt ein Begriff. Unser Ziel: die Stadt erkunden, gut nächtigen und lecker essen. Alles haben wir geschafft!
Als Allererstes möchte ich dem Hip Hotel Heidelberg meinen Dank dafür aussprechen, dass ich zum ersten Mal seit Jahren zwei Nächte hintereinander bis 12h mittags geschlafen habe. Obwohl sich das Hotel, welches meine Erwartungen bei Weitem übertroffen hat, mitten auf der Hauptstraße in der Altstadt befindet, haben wir nichts vom Getümmel mitbekommen. In Erwartung eines schmucklosen Doppelzimmers kamen wir dort an und wurden mit Zimmer “Peking” (hinten raus) belohnt. Jedes Zimmer des Hotels ist nach einer anderen Stadt eingerichtet…wie ich finde sehr gelungen…Es ist sowieso sehr von Vorteil, in Heidelberg ein Hotel direkt in der Altstadt zu buchen, denn alles außerhalb davon ist nicht unbedingt sehenswert…
Was man sich unbedingt anschauen sollte und sowieso auf dem Plan jedes Touristen steht: das Schloss, die Heilig-Geist-Kirche, die andere Neckar-Seite (speziell auf dem Philosophenweg laufen)…Ansonsten empfiehlt es sich, sich einfach ein wenig treiben zu lassen…
Und nun zum leiblichen Wohl. Mein absoluter Favorit (ich weiß, nicht gerade gourmet-verdächtig): Mandy´s Diner.
In einem ehemaligen Bahnwagen, der ganz im Stil der fünfziger Jahre dekoriert ist, kann man bis spät in die Nacht tolle Burger, Pancakes etc. essen. Und das haben wir auch gleich getan, wie die Bilder beweisen…Die Karte bietet alles, was das Burger-Herz begehrt und das Ganze zu total akzeptablen Preisen.
Danach oder vorher sollte man sich in die Sky Lounge begeben, eine Cocktailbar in einem eher schmucklosen Wohn-/Bürogebäude, die durch die hohe Qualität der Cocktails, Shooters etc. besticht.
Da die meisten Restaurants in der Altstadt sehr auf billigen Touri-Studenten-Geschmack ausgerichtet sind, empfehle ich als Alternative zum Mandy´s die beiden Brauhäuser Scheffels & Vetter. Insbesondere das Scheffels hat es mir angetan, da die Räumlichkeiten zwar urig sind, aber nicht zu sehr. Mindestens 5 Meter hohe Decken mit Stuck in einem einzigen großen Raum vermitteln eine superedle Atmosphäre. Das Vetter ist von den Räumlichkeiten nicht ganz so schön, bietet aber genauso gutes Essen und Bier…
Zum Shoppen gibt es dieses Mal nichts zu sagen, denn dazu bin ich (zum Glück) gar nicht erst gekommen!
P.S. Wer auf dem Hin- oder Rückweg einen Stopp in Darmstadt einlegen kann, der sollte sich die Siedlung Mathildenhöhe anschauen (Jugendstil)…